Öle sind viel mehr als nur „Fett“ im Futter. Sie sind echte kleine Helfer, die im Körper unserer Hunde wahre Wunder wirken können. Sie unterstützen Haut und Fell, die Verdauung, das Herz-Kreislauf-System, die Nerven und sogar die Milchproduktion bei trächtigen und säugenden Hündinnen. Aber nicht jedes Öl ist gleich – und manche Öle liefern bestimmte Nährstoffe, die genau passend für die aktuelle Lebensphase deines Hundes sind.
Welche Öle tun was?
Leinöl
• Reich an Omega-3-Fettsäuren, gut für Herz, Gehirn, Nerven und Immunsystem
• Unterstützt die Haut und das Fell, macht es glänzend und geschmeidig
Distelöl
• Omega-6-reich, liefert Energie und unterstützt Zellfunktionen
• Gut für die Haut, die Durchblutung und den Stoffwechsel
Sonnenblumenöl
• Ebenfalls reich an Omega-6
• Liefert Energie und unterstützt das Immunsystem
• Hinweis: Lieber in kleinen Mengen geben und am besten kaltgepresst, biologisch
Wie Öle in den Alltag integriert werden können
Ein bisschen Öl über das Futter – schon kleine Mengen wirken wahre Wunder:
• ½ Teelöffel bis 1 Teelöffel pro 5–10 kg Körpergewicht täglich, je nach Öl und Hund
• Mit Fleisch, Kartoffeln, Nudeln oder Gemüse vermischt, so nehmen es auch wählerische Hunde gerne auf
• Kombinieren erlaubt! Zum Beispiel Leinöl + Distelöl für eine ausgewogene Mischung
Mein kleiner Praxis-Tipp: Lieblingsmischungen
Für trächtige oder säugende Hündinnen:
• Leinöl + Distelöl + ein bisschen Bierhefe → unterstützt Nerven, Milchproduktion und Mineralienaufnahme
Für aktive Hunde:
• Leinöl + Sonnenblumenöl → Energie, glänzendes Fell und ein starkes Immunsystem
Für wählerische Esser:
• Öl über Kartoffeln oder Nudeln geben, dazu eine Prise fermentiertes Getreide oder ein bisschen Blut (wenn vorhanden) → alles zusammen wird gern angenommen
Warum ich Öle liebe
Ich sehe immer wieder, wie meine Hunde auf diese kleinen Helfer reagieren: das Fell wird glänzend, die Haut weich, der Bauch ruhig, die Energie hoch. Und gerade bei unseren Mini-Aussies und Australian Shepherds merkt man, wie wohl sie sich fühlen, wenn alles optimal abgedeckt ist.
Kleiner Tipp: Lieber mit kleinen Mengen anfangen und langsam steigern. Jedes Tier reagiert ein bisschen anders.
Silke Löffler © RoC