– manchmal sind sie einfach noch kleine Mädchen und manchmal hilft es, wenn wir dabei auch an uns Menschen denken. Denn Hormone betreffen nicht nur Hündinnen. Sie betreffen uns alle – Frauen, Männer, Paare, Familien.
Viele Männer haben keine Vorstellung davon, was im weiblichen Körper passiert, wenn Hormone Achterbahn fahren: bei der ersten Regel, vor der Menopause oder wenn sie langsam aufhören zu arbeiten. Alles fühlt sich plötzlich anders an.
Der Körper reagiert, bevor der Kopf hinterherkommt. Und ganz ähnlich ist es bei jungen Hündinnen in ihrer ersten Läufigkeit. Gerade Mini-Rassen laufen hormonell oft nicht nach Lehrbuch ab:
• sie sind plötzlich ruhiger oder vorsichtiger
• anhänglicher als sonst
• emotionaler
• manchmal völlig durcheinander
• und oft verändert sich auch das Fressverhalten stark
Bespringen unter Hündinnen – besonders zwischen Mutter und Tochter – kann dazugehören.
Das ist keine Sexualität, sondern hormonelle Kommunikation, Regulation oder schlicht Überforderung.
Solange eine junge Hündin wach, ansprechbar und „bei sich“ ist, kein auffälliger Ausfluss da ist und sie nicht apathisch wirkt, gehört vieles davon zur ersten großen hormonellen Umstellung.
Diese Phase braucht:
• Verständnis
• Ruhe
• Geduld
• und kein „Das muss doch jetzt funktionieren". Sie müssen jetzt nichts „leisten“. Sie müssen nichts „richtig machen“.
Sie dürfen einfach sein.
Und ganz konkret Zu Fussel:
Unsere kleine Fussel, Mini-Aussie, 9 Monate alt, ist gerade mittendrin.
Normalerweise ist sie:
• extrem lustig
• unfassbar verfressen
• so begeistert vom Essen, dass sie anderen fast den Napf aus dem Schlund ziehen würde
Jetzt?
• zurückhaltend
• vorsichtig
• sehr anhänglich
• hormonell komplett durcheinander
Kurz vor der Standhitze frisst sie im Moment gar nichts mehr. Auch als langjährige Züchterin macht man sich da natürlich Gedanken. Ihre Temperatur liegt bei etwa 39 °C, sie wirkt sonst klar – und was sie gerade am meisten möchte, ist Nähe, Körperkontakt und Liebe. Manchmal ist das alles, was es braucht.